Historie

Im Aurachtal wurde schon vor dem 2. Weltkrieg Theater gespielt.
Kurz nach dem Krieg von ca. 1950 bis in die sechziger Jahre kamen vom Gesangs- und Sportverein jährlich Theaterstücke zur Aufführung.
Der HGV Aurachtal hat diese schöne Tradition im Jahre 2000 wieder aufleben lassen.

Der Anfang der Theatergruppe des HGVs Aurachtal

Wir waren eine handvoll Leute die Theater spielen wollten, das war erst einmal der Grundstock. Dazu brauchten wir natürlich auch eine geeignete Infrastruktur, einen geeigneten Probenraum und natürlich auch einen Saal, wo unsere Aufführungen stattfinden sollten. Ein Raum, ein Zuhause in dem wir alles unter einen Hut hätten, wäre super gewesen. Hatten wir aber nicht, also gingen wir auf die suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Zu unserem Verwundern gestaltete sich diese Suche als sehr schwierig. Da aber der Endschluss bereits gefasst war, haben wir erst einmal privat zuhause geprobt.

Wir probten also im Herbst 2000 den kleinen Einakter "Das geheimnisvolle Packerl", bei dem noch kein aufwendiger Bühnenaufbau notwendig war. Die Aufführung war an der Weihnachtsfeier des HGV, als Alternative zu Weihnachtsmann und Weihnachtsgeschichten vorlesen.
Kurz vorweggenommen: Es war ein Erfolg, auch wenn der Hauptdarsteller am Morgen der Aufführung am Blinddarm erkrankt war. Aber der Regisseur, der den Text ja kannte, war eingesprungen.

Der Anfang war gemacht

Im Jahr darauf, 2001, hatten wir schon größeres vor. Mit dem Stück "Simmerls Engelstrick" wurde bereits mit einem kleinen Bühnenbild gespielt. Die Proben fanden nun privat bei Familie Kreß im ausgebauten Dachboden statt. Aufgeführt wurde wieder an der Weihnachtsfeier des HGV und die Mitglieder warteten bereits sehnsüchtig darauf.

Wir kamen zu der Auffassung: Da sollten wir mehr draus machen. Für nur eine Aufführung an der Weihnachtsfeier die Anstrengungen zu unternehmen schien uns zu wenig.

Im Herbst 2002 wagten wir dann den nächst größeren Schritt, den Dreiakter. Deshalb wurde Weihnachten 2002 kein Einakter gespielt. Im wahrsten Sinne des Wortes: "Alles ändert sich". So hieß der Dreiakter, den wir im März 2003 aufführten und der ebenfalls ein großer Erfolg wurde. Ursprünglich waren zwei Aufführungen geplant und bei Bedarf gegebenenfalls eine dritte. Die Nachfrage war so enorm, dass wir noch eine Aufführung einschoben.

Geprobt wurde nach wie vor in der Kreßenscheune, aufgeführt wurde erstmals in Neundorf im Stodl der Familie Stadie, welches unser zukünftiges Domizil werden sollte.

Im Jahr 2004 wollten wir diesen Erfolg wiederholen, jedoch mussten wir schnell feststellen, dass der Spielerkader, auf den wir hofften zurückgreifen zu können, zu klein war. Wir organisierten eine Infoveranstaltung im September 2003, zu der sich fast 20 Interessierte eingefunden haben. Darunter meldeten sich fünf Personen, die aktiv mitspielen wollten. Weiterhin wurde eine Regisseurin, eine Person für die Requisiten, sowie Leute für den Bühnenbau gefunden. Jetzt hatten wir genügend Leute. Sogar so viele, dass wir zum einen den Einakter für Weihnachten 2004 vorbereiten und zum anderen auch einen Dreiakter für 2004 einstudieren konnten.

"Ein Amt auf Abwegen", der nächste Dreiakter, wurde für 2004 in Angriff genommen. Wir planten drei Vorstellungen im Neidorfer "Stadie Stodl" und auch diesmal waren alle Aufführungen ausverkauft.
"Wenn Gerüchte Früchte tragen" war der Einakter, den wir auf der HGV-Weihnachtfeier und auch auf verschiedenen anderen Weihnachtsfeiern 2004 aufführten. Er war der nämlich der erste Einakter, der in der Presse zur Buchung ausgeschrieben wurde. Vereinzelte Vereine und Privatpersonen haben dieses Angebot damals wahrgenommen.

Für 2005 haben wir das nächste Stück mit dem Namen "Reise nach Jerusalem" angegangen, auch dieses war wieder ein Erfolg, jedoch hatten wir auch wieder etwas Schwierigkeiten.
Ein Mitspieler ist ausgefallen und musste durch eine Frau ersetzt werden. Auch die Aufführungstermine erwiesen sich als schwierig, denn wir konnten nur einmal am Samstag spielen, die restlichen drei Aufführungen waren unter der Woche, wodurch der Kartenabsatz am Anfang sehr schleppend ging. Im Nachhinein jedoch waren wir mehr als ausverkauft bei jeder Aufführung.

2005 „Hintergrubers Weihnachtsbaum“

Im Jahr 2006 verlief alles gut, die Proben und die Aufführungen, sodass der Titel des Stückes eigentlich alles sagt: „Alles fest im Griff“. Wieder ein Dreiakter, aufgeführt im neidorfer Stodl, und diesmal war wieder eine Steigerung zu verzeichnen: Sechs Aufführungen an zwei Wochenenden wurden angeboten und diese waren schlussendlich auch wieder alle ausverkauft.

2007 hatten wir „Schauts doch mal vorbei" im Programm und sehr viele kamen, um uns spielen zu sehen. Es waren wieder sechs Aufführungen geplant. Da es sich jedoch abzeichnete, dass die Nachfrage wieder groß war, haben wir kurzerhand am letzten Montag zusätzlich gespielt. Somit hatten wir sieben ausverkaufte Aufführungen.
Außerdemhaben wir 2007 den Einakter „Lippenstift und Sauerkraut“ einstudiert. Eine Aufführung sollte wieder an der Weihnachtsfeier des HGV stattfinden, ansonsten konnte dieses Stück auch wieder gebucht werden. Da wir aber noch keine große Erfahrung darin hatten, ein Stück zum Buchen anzubieten, war die Organisation von Aufführungsterminen und privater Termine der Spieler unser größtes Problem. Insgesamt konnte das Stück deswegen nur ganze drei mal aufgeführt werden.

2008 war der Dreiakter „Vorsicht bissiger Hund“ (>>zur Seite "Vorsicht bissiger Hund") auf dem Programm gestanden. Das Stück war sehr lustig und wir hatten von vornherein sieben Vorstellungen geplant. Drei mal an zwei Wochenenden und eine Benefizveranstaltung zu Gunsten der kirchlichen Einrichtungen des Aurachtals. Auch hier war die Nachfrage schließlich so groß, dass wir den gewohnten letzten Montag wieder nutzten um diese zu stillen.

Im Juli 2008 nahmen wir erstmals an den Bad Windsheimer Theatertagen teil, um auch einmal vor nicht-heimischem Publikum zu spielen. Wir spielten den Einakter "Lippenstift und Sauerkraut" mit neuer Besetzung.

Weihnachten 2008 wurde auch wieder ein 1-Akter gespielt.

Das Stück für 2009 hieß "So ein Durcheinander" (>>zur Seite "So ein Durcheinander").

2010 haben wir "Auch gute Bullen können irren!" gespielt (>>zur Seite "Auch gute Bullen können irren!"). 12 Aktive waren auf der Bühne. Sechs Männer und sechs Frauen haben in sieben ausverkauften Vorstellungen das Publikum begeistert. Nicht zuletzt weil das Bühnenbild mit einer professionellen Beleuchtungsanlage in Szene gesetzt wurde. Für ca. 3000,-€ wurden Bühnenstrahler, Dimmer, ein Mischpult und ein neuer Vorhang mit einer Schiene, die sich von einem Mann bedienen lässt, angeschafft. Auch die Bühnenwände und Türen wurden neu beschafft. Die Bühne wurde diesmal auf die andere Seite des Stodl, gestellt, so dass für die Spieler ein Umkleideraum geschaffen werden konnte. Dabei haben wir zwar einige Zuschauerplätze verloren, was aber zählt ist die Atmosphäre im Stodl. Die wurde, so wie wir denken, erhalten. Die Zuschauer haben nun alle die gleiche Blickrichtung.

„Die bucklige Verwandtschaft" wurde 2011 gespielt (>>zur Seite "Die bucklige Verwandtschaft"), mit drei Männern und drei Frauen, wobei eine Frau von einem Mann gespielt wurde, was unser Jörg super gemacht hat.
Die Lichtanlage wurde dieses Jahr um einen weiteren Dimmer und zwei Stative erweitert, die wir für die Aufführungen in Oberreichenbach brauchten.
Auch dieses Jahr waren alle Aufführungen ausverkauft. Bis auf die Benefizveranstaltung, was wir bedauert haben, da der Spendenfaktor dabei natürlich geschmälert ist.
Angeschafft wurde noch ein Fenster, das von Schreinerei Hauffen gespendet wurde.

Die Bühnenbeleuchtung besteht jetzt aus:

  • Theaterscheinwerfer 6x 500W und 2x 1000W Punktstrahler
  • Weitere 6 x 600W Fluter und 1 x 6 Kanal- und 2 x 4 Kanaldimmer
  • 1 x 48 Kanal Lichtmischpult plus entspr. Kabel und Kisten
  • Weiterhin werden noch verwendet: 6 Baustrahler a 230W und 2 x Beleuchtungsstative

Bei der Bestuhlung greifen wir auf die Stühle der ortsansässigen Grundschule oder der evangelischen Kirchengemeinde zurück, die Bewirtung unserer Gäste wird von uns selbst übernommen.

Wir sind jetzt ein gutes Team und haben eine ausgeglichene Anzahl an weiblichen und männlichen Schauspielern, das jedoch auch immer neue Spieler braucht und sucht. Wenn Sie also Lust verspüren sich auf der Bühne darzustellen und Zeit haben zu lernen und die Proben alle besuchen können, dann melden Sie sich einfach bei uns. Sprechen Sie uns direkt an, z.B. eine Spielerin oder einen Spieler, oder schreiben Sie eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Bekanntheit der Theatergruppe ist inzwischen über die Grenzen von Aurachtal gedrungen und wir hoffen weiterhin den hohen Anforderungen, die wir uns gesetzt haben und die unsere Zuschauer erwarten, gerecht zu werden.